Kreativwoche in Gmünd 09 der 3YHKU

Kreativwoche in Gmünd 2009
Auch ein überraschender „Kontrollbesuch“ per Motorrad ist von der Lage und dem Wesen des Ortes, der Unterkunft, dem Essen, dem Haus des Staunens usw. begeistert.
Donnerstag ist der Tag des Doppelgeburtstags. Im „gepezten“ Zimmer und im „Himmelbettzimmer“ werden die schafslockige Hannah und die Vampierliebhaberin Sylvia 17 Jahre alt. Kuchen und Geschenke und vor allen Dingen, Ausgang bis ein Uhr heben die Stimmung bereits um 8 Uhr beim Frühstück. Dennoch verläuft der Tag nicht ganz so freudig wie er hätte laufen können. Geburtstagskind Hannah bemerkt nach den Einzelfotos, die nach dem performten Dreh zur „Tankdeckel am Menschenauto – Szene“ gemacht wurden, dass sie ihr schwarzes Geldbörserl mit den rosaroten Totenköpfen verloren hat. Die verkleidete und befreundete Diebin Petra LangfingerbinnichtausPolen, die normalerweise nicht bei der Suche nach Wertgegenständen hilft, um sie wieder zurückzugeben, muss ihre Suche nach dem Juwelier abbrechen und ihr zur Hilfe eilen. Doch selbst die Hilfe eines Profis kann das vermisste, wertvolle Kleinod nicht wieder zurück bringen. Am Ende des Tages wird der Geburtstag durch einen Besuch im „Coconut“ abgerundet. Doch selbst um 1 Uhr ist diese Nacht für manche noch nicht vorbei. Die filmischen Arbeiten, Dokumentationen der Performance und Filmgruppen müssen für Freitagabend in die richtige Länge und Form geschnitten und vertont werden. Am nächsten Tag wird dem Ganzen noch der richtige Schliff verpasst, die Räume für die Präsentation vorbereitet, die letzten Filme geschnitten, zum allgemeinen Amüsement Outtakes produziert und die letzten Bilder gemalt oder fertig gestellt und aufgehängt. Beim letzten Essen bekommen wir außer dem reichlichen und guten Essen noch eine nette Überraschung präsentiert. Die sympathische Kellnerin verabschiedet sich vorzeitig von uns, da sie am Samstag nicht mehr da ist um uns bei der Abfahrt zu sehen. Ein weiterer Beweis für die Gastfreundschaft des Hauses. Mit großer Spannung wird die Vorführung der Werke der Gruppen erwartet. Um 20 Uhr 30 ist es soweit. Man findet sich im Haus des Staunens zusammen um sich über die Filme und Werke der anderen zu freuen und zu wundern. Aus den Werken der Film und Performancegruppen sollen eine 14 und eine 11 minütige Sequenz zusammengestellt werden, die in ein oder zwei Monaten auf der Mattscheibe in einem Wiener Kunstsender allen Zusehern präsentiert werden. Doch auch den regionalen Zusehern im Haus des Staunens gefällt es sehr. Besonders die „fünf Minuten Chrissi“, in denen man völlig Neues, der Öffentlichkeit jedoch leider vorenthaltenes, über Menschliches Verhalten lernen kann, die der Öffentlichkeit jedoch vorenthalten werden sollen und „The fabolous Anschi“ und „im Klo bist du ein völlig anderer Mensch“ haben das Publikum begeistert.
Alles in allem kann man mit Recht sagen, dass an jenem 25. Mai, der das Ende der Kreativwoche bedeutete, eine sehr kreative und „geile“ Zeit zu Ende gegangen ist, die den Gmündnern ihre Ruhe und Ordnung wieder gegeben, den Schrecken wieder fort geweht hat. Diese absolut positiv überraschende Woche verdanken wir unserem KV Florian Köhnlein, dem wir dieser Stelle für diese Woche aber auch für die restlichen drei Jahre danken möchten, in denen wir ihn kennen und schätzen lernen durften. Außerdem an dieser Stelle des Dankes zu erwähnen wären: Herr Direktor Dipl.-Ing. Dr. techn. Herbert Kittl, als Dank für die Genehmigung der Woche; den in Gmünd stationierten Künstlern, die uns in eine ruhige, neue Welt entführt haben; unser Fotograf, Begleitlehrer, Jazzmusikgenie und Gitarrenlehrer in einem, Peter Schlager, der für uns eine Woche lang auf seine kleine Hündin verzichtet hat; sowie allen anderen, die uns in dieser Woche mit Anrufen daran erinnert haben, dass wir eben (leider?!) nicht auf den Mond geflogen sind. Auch zwei kleine Schreiberlinge, die ihre Arbeit zur Zufriedenheit des Ministeriums und der Schüler zu erledigen wissen, haben mich gebeten sie nicht zu vergessen. Danke!
Eine kleine Bemerkung zum Ende: Wir waren nicht vollzählig! Man sollte sich gut überlegen, ob man sich eine solche Woche entgehen lassen möchte…
Bericht von: Petra Brunner 3YHKU